Der Kurpark

Er wurde 1846 als einer der ersten Bürgerparks in Deutschland angelegt. Sein stattlicher Baumbestand umschließt das Waldkrankenhaus und das Rehazentrum.

Geschichte

Mehr als 150 Jahre reicht die Geschichte des Dübener Kurparks zurück. Am 13. September 1846 traten der Verschönerungsverein und der Dübener Stadtrat zusammen und fassten den Entschluss, ein ungenutztes, nördlich von der Stadt gelegenes Gelände in einen Park zu verwandeln.

Durch die Initiative des Forstinspektors Hartig und des Gerichtsbeamten Rasch und den großzügigen Spenden mancher Bürger nahm die Idee bald Gestalt an. Das im Jahre 1887 eingeweihte Hartig-Rasch-Denkmal erinnert noch heute voll Dankbarkeit an die Parkgründer.

Ab dem Jahre 1849 gestaltete man zunächst den westlichen Abschnitt des Parks. Die Planung und Umsetzung des östlichen Parkteils begann etwas später. Dieser Teil der Anlage, der den Husaren als Reitbahn gedient hatte, folgte neuen landschaftlichen Gestaltungsprinzipien und unterschied sich von der wesentlichen Parkanlage.
Im Juni 1861 fand das erste Parkfest statt, und in den folgenden Jahren nahm das öffentliche Leben im Park rege zu. So wurde für die Sommermonate alsbald der Ausschank von erfrischenden Getränken genehmigt. Alle drei Jahre fanden nun die Feierlichkeiten statt, die sich wachsender Beliebtheit erfreuten und das Parkfest zu einem bunten Volksfest werden ließen.

In den 1870er Jahren erhielt der Park eine weitere Attraktion. Der auf einem künstlichen Hügel errichtete Rosentempel erhielt seinen Namen von den rundum gepflanzten Blumen.

Im Jahre 1878 eröffnete eine Parkrestauration am Standort des heutigen Kurhauses. In den 1930er Jahren wurde es baulich erweitert und erhielt auch den Springbrunnen, der noch heute den Vorplatz schmückt.

Anfang des 20. Jahrhunderts bohrte man auch in der Umgebung Bad Dübens nach der begehrten Braunkohle und stieß dabei auf Moorlager, deren Analyse die außerordentlich heilsame Wirkung der Moorerde bestätigte. 1913 wurde die Eisen-Moorbad-Gesellschaft gegründet und nur zwei Jahre später das neu errichtete Moorbad offiziell eröffnet. Der Kurgarten direkt vor dem Moorbad wurde Ende der 1940er Jahre umgestaltet und mit den herrlichen Rhododendren bepflanzt.

Ein gewaltiger Sturm im Juni 1963 zerstörte einen Teil des Baumbestandes, wodurch sich das Gesicht des Kurparks erneut veränderte.

Anfang der 1990er Jahre startete der Neubau des Reha-Zentrums. Bald konnten hier die ersten orthopädischen Patienten betreut werden. Auch eine kardiologische und eine neurologische Fachklinik nahm ihren Dienst auf.

Im Jahre 1996 eröffnete das Waldkrankenhaus, ein renommiertes orthopädisches Fachkrankenhaus, das zur optimalen Versorgung der Patienten in enger Verbindung mit dem Reha-Zentrum steht.

Der sich über etwa acht Hektar erstreckende Kur- und Bürgerpark wurde in den Jahren 2004 und 2005 umfangreich saniert. Nach Abschluss der Arbeiten feierten hier die Dübener am 17. September 2005 das Lichterfest mit heißen Rhythmen und kulinarischen Angeboten in der bezaubernden Atmosphäre hunderter von den Kindern gebastelter Lämpchen.