Entdecken & Lernen

Das Landschaftsmuseum der Dübener Heide bietet verschiedene Möglichkeiten, sich näher mit der Dauerausstellung des Hauses vertraut zu machen. Das Angebot umfasst klassische Führungen für Erwachsene ebenso wie projektbezogene und individuelle abgestimmte Erkundungsreisen für Kinder und Schüler.

Besonders attraktiv ist die schöne Lage am Fluss, der Burggarten, der Burghof und das Burgwächterhäuschen. Dieses natürliche und historische Ensemble bietet viele Möglichkeiten mit Kindern und Schulklassen Projekte durchzuführen. Burghof und Burggelände bieten viel Platz für Pausen und Picknick.

Ganztagskurs

Eine Entwicklung seit 2007 ist die Etablierung eines Ganztagskurses in Kooperation mit der Evangelischen Grundschule Bad Düben. Einmal wöchentlich kommen bis zu 10 Kinder der 3. und 4. Klasse im Museum zusammen. Ziel dieser Kooperation ist das Wecken eines grundlegenden Interesses für Heimatgeschichte und eine selbstbewusste und mit humanistischen Werten besetzte Auseinandersetzung mit Geschichte.

Die daraus resultierenden Arbeiten konnten der Öffentlichkeit bereits mehrfach präsentiert werden.

Auf einen Blick - Die Möglichkeiten

  • Individuelle Rundgänge
  • Abgestimmte Führungen für Gruppen bis 25 Personen
  • Einführung für Gruppen ab 25 Personen
  • Interaktive Führungen für Schulklassen bzw. Kindergruppen bis 20 Teilnehmer
  • Themenbezogenes Arbeiten auf Grundlage der Dauerausstellung in Ergänzung zum Lehrplan

Lehrer/innen und andere Pädagogen können das Landschaftsmuseum der Dübener Heide auch selbständig für ihre Projekte bzw. Projektideen nutzen. Dabei kann bereits erarbeitetes Material zu bestimmten Themengebieten in Form von Arbeitsblättern, Denkspielen und Puzzles als Anregung genutzt werden.

Das Landschaftsmuseum kann als lebendiger außerschulischer Lernort fungieren für: Unterrichtsgänge, Wander- und Projekttage oder längerfristige fächerverbindende Projekte mit Ergebnispräsentation.

Besonders attraktiv ist die Lage am Fluss, mit Burggarten, Burghof und Burgwächterhäuschen. Diese Umgebung bietet vielseitige Möglichkeiten und als Rahmenbedingung viel Platz für Pausen mit Bewegung und Picknick.

Die Nutzung der Präsenzbibliothek mit regionalgeschichtlicher Literatur, des Archivs und des Bildarchivs ist nach Voranmeldung möglich.

Wissenspeicher und Schatzkammer von allen für alle

Zukünftig soll es mehr Möglichkeiten geben, den Besucher aktiv an der Weiterentwicklung des Museums als Ort des Wissens und der sozialen Kompetenz zu beteiligen. Ein Beispiel hierfür sind die geplanten, sogenannten „Zeitschleusen” als Verweil- und Befragungsorte. In diesen Räumen sind Interessierte eingeladen ihr Wissen und Ihre Erfahrungen in den „Museums-Pool” einzubringen. So gibt es bspw. in der Sammlung des Museums zahlreiche Objekte und Fotos die nur unzulänglich dokumentiert und inventarisiert sind.

Hier kann die Besucherbeteiligung Lücken schließen und den lebendigen Austausch fördern.

Die Zeitschleusen sind vor allem als Vertiefung des Dialogs und Austausches zwischen Öffentlichkeit und Museum gedacht. Gerade für die jüngere deutsche Geschichte gibt es viele Erlebnisse und Belege, die eingebracht werden können. Auf diese Weise gestalten die Besucher aktiv mit an einem lebendigen Museum zum Anfassen.

In der Zeitschleuse wird aber auch der Besucher in besonderer Weise beteiligt. Er wird nach seinen Geschichten befragt, kann seine Sicht auf das Verhältnis Mensch – Natur darstellen, kann seine Assoziationen, Stichworte und Gefühle, vielleicht auch Sorgen hinterlassen und ein Stimmungsbild gemeinsam mit allen Besuchern des Hauses zeichnen. 

Zeitzeugen und Belege gesucht

 

Für eine lebendige und von persönlichen Geschichten geprägte Dauerausstellung suchen wir Zeitzeugen und Belege für das städtische Leben, aber auch für das Leben, ARbeiten und Erholen in der Dübener Heide. Besonders von Interesse sind dabei folgende Themen:

 

  • Arbeitsort Moorbad von 1945 bis 1989
  • Arbeits- und Lebensort Militärtechnische Schule der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung Harry Kuhn
  • Urlaub und Freizeit in der Dübener Heide 1900 bis 2018
  • Arbeitsort Dübener Heide / Forstwirtschaft und Konsumgüterproduktion 1949 bis 1990

Zentrale Aufgabe des Landschaftsmuseums ist es, materielle Zeugnisse, Informationen und Kontexte zur Geschichte der Stadt Bad Düben sowie zur Dübener Heide zu sammeln, zu bewahren, zu erforschen, zu dokumentieren und angemessen zu vermitteln. Das Landschaftsmuseum der Dübener Heide sammelt seinen Aufgaben und seinem Zweck entsprechend Sachzeugen zur Stadt- und Regionalgeschichte. Dazu zählen Objekte aus dem Alltagsleben der Menschen, Druck- und Schrifterzeugnisse, Grafik und Fotografien, audiovisuelle Medien, Sachzeugen zum städtischen Handwerk und zum umfangreichen Komplex der Waldarbeit sowie zur Entwicklung, Nutzung und Darstellung der Dübener Heide sowie zum privaten, gesellschaftlichen und politischen Leben ihrer Bewohner.

Die unterschiedlichen Möglichkeiten des Erwerbs von Sachzeugen richten sich jeweils nach relevanten lokalen und regionalen Bezügen, nach der Beschaffenheit und nach dem Dokumentationsgrad ihrer Identität und Herkunft. Das Landschaftsmuseum der Dübener Heide verfügt über einen umfangreichen Bestand an Fotografien, welcher seit 2000 schrittweise computergestützt inventarisiert und digitalisiert wird. Zur Sammlung gehören ebenfalls zahlreiche heimatgeschichtliche Belege, wie Postkarten, Aufzeichnungen zur Heimatgeschichte, Heimatliteratur, wochen- und tageweise erscheinende Zeitschriften, Jahrbücher und Literatur zur Regional- und Stadtgeschichte. Hinzu kommen schriftliche Quellen, Innungsunterlagen bestimmter Handwerke, persönliche Nachlässe, Urkunden, ein kleiner Filmbestand und zunehmend Informationen auf digitalisierten Medien und Material aus den Arbeiten innerhalb der Zeitzeugenbefragung.