Ökologische Kurstadt

Bad Düben wird nachhaltige Kurstadt

Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen (KoMoNa)

  • Titel des Projekts: Nachhaltige Kurstadt Bad Düben 2030
  • Zuwendungsempfänger: Stadtverwaltung Bad Düben
  • Ort / Region: Bad Düben, Landkreis Nordsachsen / Mitteldeutsches Revier (Sachsen)
  • Fördergeber: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)
  • Fördergegenstand: Grüne Stadt, Entsiegelung/ Teilentsiegelung, naturnahe Gestaltung/ Renaturierung von Gewässern, Steigerung von Biodiversität/ nachhaltiger Tourismus
  • Beitrag zu Zielen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS): nachhaltige Städte und Gemeinden, Maßnahmen zum Klimaschutz
  • Fördersumme: 890.289,71 Euro
  • Projektlaufzeit: 01.05.2022 – 30.04.2026

Schwerpunkt- Grüne Stadt und Biodiversität: Im Rahmen des Projektes wurden Defizite in der Ausstattung und Qualität des öffentlichen Grüns und der Biodiversität an prioritären Standorten im Stadtgebiet behoben. Die genehmigten Mittel flossen in Maßnahmen zur Erhöhung des urbanen Grüns und der Biodiversität. Die Umsetzung erfolgte auf acht Flächen im Stadtgebiet.

Die Fläche am Rosengässchen wurde als erste Maßnahme im Mai 2024 fertiggestellt. Es wurden die invasive Art Staudenknöterich entfernt, Gehölze gepflanzt sowie der Bereich um die Sitzbank neugestaltet. Häufige Mäharbeiten sollen den Wiederaufwuchs des Staudenknöterichs eindämmen. Invasive Pflanzen verdrängen häufig einheimische Pflanzen, was eine Eindämmung notwendig macht.

Weitere aufgewertete Flächen sind beispielsweise das Blücherdenkmal an der Gustav-Adolf-Straße oder die Streuobstwiese am Hammerbach.

Die Pflanz- und Bauarbeiten auf allen Flächen wurden bis Ende 2024 fertiggestellt. Es schließen sich Pflegemaßnahmen an.

Schwerpunkt- Wassersensible Stadt: Die Stadt Bad Düben strebt den Umbau in eine wassersensible Stadt (Schwammstadt) an. Ziele der wassersensiblen Stadt sind:

  • versiegelte (brachliegende oder untergenutzte) Flächen teilweise oder ganz zu entsiegeln,
  • durch Starkregenereignisse anfallende Wassermassen zu bewältigen und die Folgen abzumildern.

Für das Projekt wurde eine Maßnahme am Dommitzscher Platz im Stadtzentrum zur Umsetzung ausgewählt. Die weitgehend versiegelte Fläche liegt an einer Frischluftschneise. Private und gewerbliche Flächen grenzen an den starkfrequentierten Platz an.

Die Maßnahme umfasst die Teilentsiegelung versiegelter Parkflächen sowie die Anpflanzung von klimaangepassten und standortgerechten Gehölzen in Kombination mit, Tiefbeeten, Versickerungs- bzw. Verdunstungsmulden welche dem Erhalt, der Vitalität sowie der Wasserversorgung der Anpflanzungen dienen können. Das Kanalnetz sowie die Aufbereitung des Abwassers können auf diese Weise entlastet werden. Zum Verweilen werden Bänke aufgestellt sowie eine Boule-Bahn angelegt.

Die Aufwertung des Dommitzscher Platzes stellt die technisch anspruchsvollste Maßnahme des Projektes dar. Bau- und Pflanzarbeiten sollen bis Projektende im Jahr 2026 abgeschlossen werden.

Schwerpunkt- Pilotmaßnahme Oberschule Bad Düben: Die Neugestaltung des Schulhofs ermöglicht es, attraktive Lernorte im Freien mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten zu ergänzen sowie einen Beitrag zur Klimaanpassung und Biodiversität zu leisten.

Im Sinne der Nachhaltigkeit wurde Pflaster wiederverwendet. Wie bei der angrenzenden Heide-Grundschule wurden Versickerungsmulden angelegt und mit Blühwiesen kombiniert. Der Muldenaushub wurde zur Geländemodellierung genutzt. Neben Feldahorn dienen beispielsweise der insektenfreundliche Schmetterlingsflieder oder der Fingerstrauch der heimischen Fauna. Ende 2024 wurden die Bau- und Pflanzmaßnahmen abgeschlossen. Pflegemaßnahme schließen sich an.

Bearbeitungsstand: 21.10.2025

Arbeitsgruppe Energieeffizienz und erneuerbare Energien

Koordination: Herr M. Krisch
Tel.: 034243 72263
E-Mail: markus.krisch@bad-dueben.de

Aufgaben und Ziele des Ökologischen Beirates

  • Mitwirken bei der umweltschonenden und energieeinsparenden Stadtentwicklung
  • Aufzeigen von Energieeinsparpotentialen
  • Darstellung von Möglichkeiten der Nutzung erneuerbarer Energien
  • verstärkte Öffentlichkeitsarbeit
  • Einbeziehung interessierter Bürger und Gewinnung von Fachleuten, Handwerkern, Fachbetrieben, Vereinen und Planungsbüros
  • Aufbau einer ständigen Informations- und Beratungsstelle