Ausbau Deutsche Glasfaser und Deutsche Telekom in Bad Düben – warum?

Ausbau Deutsche Glasfaser und Deutsche Telekom in Bad Düben – warum?

Warum baut neben der Deutschen Glasfaser GmbH auch die Deutsche Telekom GmbH in Bad Düben ein Glasfasernetz? Diese Frage stellen sich die Bürgerinnen und Bürger in Bad Düben, vor allem vor dem Hintergrund, dass der Ausbau des 1. Bauabschnittes der Deutschen Glasfaser in der Innenstadt und Hammermühle fast abgeschlossen ist.

Der Stadtrat der Stadt Bad Düben hat sich im Juli 2017 dafür entschieden, mit der Deutschen Glasfaser eine Kooperationsvereinbarung abzuschließen, da zu dem damaligen Zeitpunkt nicht feststand, ob das angekündigte Ausschreibungsverfahren des Landkreises Nordsachsen mit dem Los Bad Düben erfolgreich sein wird. Weiter war unklar, ob das Glasfaserkabel bis ins Haus flächendeckend einschließlich Stadtteile durch einen möglichen Auftragnehmer des Landkreises verlegt wird oder nur Kupferleitungen aufgewertet werden, um 50 MBit im Download mindestens zu erreichen. Noch dazu sollte die Stadt Bad Düben 10% der Investitionssumme als Eigenanteil beim Landkreisausbau mitfinanzieren.

Erst die sächsische Staatsregierung mit dem neuen Ministerpräsidenten Kretschmer hat im Dezember 2017 durch Änderung der Förderbedingungen dafür gesorgt, dass auch der Landkreis flächendeckend Glasfaser bis ins Haus verlegen lassen kann und auf die Städte und Gemeinden keine erheblichen Eigenanteilsfinanzierungen zukommen. Zu diesem Zeitpunkt lief die Nachfragebündelung der Deutschen Glasfaser GmbH in Bad Düben bereits auf Hochtouren.

Wichtig ist: Die Deutsche Glasfaser GmbH baut in ihren Ausbaugebieten in Bad Düben auf eigene Kosten und ohne Fördermittel das Glasfasernetz aus.
Da die Deutsche Telekom AG im Auftrag des Landkreises mit staatlichen Fördergeldern den Glasfaserausbau in der gesamten Stadt einschließlich Stadtteilen vornimmt, ist sie verpflichtet, auch abgelegene Grundstücke auszubauen. Ausgenommen hiervon sind, wegen der Förderbedingungen, Gebiete, die bereits jetzt über einen Internetanschluss (egal ob über Kabel, Kupfer, Funk, Glasfaser) von mehr als 30 MBit verfügen. Laut derzeitigen Förderbedingungen muss der Telekomausbau bis 2020 abgeschlossen sein.

Bürger, die bereits einen Glasfaseranschluss über die Deutsche Glasfaser GmbH beauftragt haben, können sich kostenfrei einen zweiten Anschluss über die Deutsche Telekom GmbH in Ihr Haus legen lassen. Sie sind nicht verpflichtet, einen Telekommunikationsvertrag mit der Deutschen Telekom GmbH abzuschließen. Bei Bedarf könnte dieser Anschluss auch später aktiviert werden, oder der Kunde wechselt nach Ablauf der Vertragsbindung bei der Deutschen Glasfaser zu einem Anbieter seiner Wahl.

Ausbaugebiete der Deutschen Telekom auf dem Geoportal des Landkreises    (Bitte Aktuelles anklicken und bei Breitbandausbau ein Häkchen setzen. Adresse/Flurstück kann oben rechts eingegeben werden)

 

 

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